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KRITERIEN / DIMENSIONEN DER VERKOSTUNG

Worauf achten bei der Weinprobe?

Grundsätzlich gibt es bei der Verkostung von Weinen fünf Kriterien, auf die Sie achten können / müssen:
(a) die Säure des Weins
(b) trocken/süß
(c) Frucht
(d) Tannine
(e) der Alkoholgehalt

Aspekte bei der Weinprobe

Fruchtgehalt, Säuregehalt, Alkoholgehalt und Co... Bei der Verkostung von Weinen gibt es eine Reihe von Aspekten, die Sie einzeln beleuchten bzw. erschmecken können.


Säure

Ein hoher Säuregehalt lässt Weine erfrischend und knackig schmecken. Dies ist gerade bei Weißweinen wichtig; ohne eine ausreichende Säure schmecken Weißweine eher fad.

Fruchtgehalt

Nicht jeder Wein schmeckt gleich stark fruchtig, und viele Weine haben auch ganz andere Noten und Charakteristika wie "duftet oder schmeckt nach Schokolade" oder ähnlich. Ein sehr fruchtiger Rotwein ist z.B. der Merlot.

Tanningehalt (Gerbstoffe)

Ist ein Wein "pelzig" auf der Zunge, verfügt über einen hohen Anteil von Gerbstoffen, den so genannten Tanninen. Wer viel von einem tanninreichen Wein trinkt, merkt, wie der Wein Zunge und Mund "austrocknet".
Tannine (Gerbstoffe) stammen primär von den Kernen, Stielen sowie der Schalen der Weintrauben. Ein guter, kräftiger Rotwein braucht einen gewissen Anteil an Tanninen, um Charakter zu erhalten. Über die Jahre wird ein tanninreicher Wein "weicher", sofern er grundsätzlich für eine längere Lagerung / Reifung geeignet ist. Viele Weine, die heute im Supermarkt erhältlich sind, sind für das sofortige Trinken gedacht und werden durch 10 Jahre Lagerung im Haushalt nicht besser.

Trocken vs. süß

Je nachdem, wie Zucker bzw. Restzucker im Wein vorhanden ist, wirkt ein Wein süß oder trocken. Als Faustregel gilt: je höher der auf der Flasche ausgewiesene Alkoholgehalt des Weines ist, umso trockener ist der Wein. Ein Rotwein mit 8% wird in aller Regel sehr süß sein, während bei einem Wein mit 14% mehr Zucker bereits zu Alkohol umgesetzt wurde.

Alkoholgehalt

Je kräftiger Weine wirken, umso mehr Alkoholgehalt haben sie meist. "Schwere" Weine werden mit entsprechend viel Alkohol ausbalanciert - dies merkt man z.B. bei Zinfandel oder Shiraz, die häufig 13,5%, 14% oder gar 14,5% auf dem Etikett ausweisen.

Weitere Themen aus dem Lexikon

Zuckergehalt

Kabinettweine

Tannin

Öchslegrad

Adstringierend (Wein)

Gerbstoffe (Wein)