Bei den vielen Geschmackstönen, die ein Wein aufweist, kann es zu Irritationen kommen, ob das eventuell eigenwillige Aroma zum Wein gehört, oder ob es sich vielleicht um Weinfehler handelt. Im folgenden werden die zehn häufigsten Fehler beschrieben.
1. Muffiger Geruch Wenn der Wein nach Mottenkugeln, Schweiß oder Seife riecht, handelt es sich meistens um einen Fehlton, der nach kurzer Zeit verschwindet, sobald der Wein dekantiert wird.
2. Unfrische Es handelt sich nicht um einen Weinfehler, dennoch ist der Wein ungenießbar, wenn sein Geruch an Kamillentee oder gekochten Apfel erinnert.
3. Maderisierter Wein In diesem fortgeschrittenem Stadium der Unfrische riecht der Wein nach Madeira, schmeckt schal und ranzig.
4. Strenger Geruch Ein metallisch strenges Bouquet kommt ausschließlich bei Rotweinen vor. Zu dem gesellt sich ein Geschmack, der an Medizin erinnert. In kleinen Mengen kann ein strenger Geruch akzeptabel sein, im Übermaß handelt es sich um einen Weinfehler.
5. Schwefel-Geruch Ein klassischer Weinfehler ist ein schwefeliger, stechender Geruch, der durch rechtzeitiges Dekantieren gemildert werden kann.
6. Modrig Irreparabel und ein grober Fehler ist ein unsauberes Bouquet, das an Pilze und Schimmel erinnert.
7. Sauerkrautton Der Geruch nach saurer Milch oder gegorenem Weißkohl kommt überwiegend bei Weißweinen vor und macht den Wein ungenießbar.
8. Stinkender Wein Der Geruch nach faulen Eiern, Blumenkohl, Zwiebeln oder Knoblauch weist auf einen Weinfehler hin, der nicht mehr beseitigt werden kann.
9. Nagellack-Geruch Es ist Geschmacksfrage, ob der Wein genießbar ist oder nicht, wenn sein Geruch durch zu viel Essigsäure an Nagellack erinnert.
10. Kork Am häufigsten leidet Wein an der Korkkrankheit: Er riecht und schmeckt nach faulem Korken und sollte weggegossen werden.
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