Prosecco, das einstige Modegetränk, hat sich zwischenzeitlich fest in die deutschen Trinkgewohnheiten etabliert. Nicht wenige Menschen sind von Sekt auf Prosecco umgestiegen und auch dabei geblieben.
Was macht dieses Getränk zu solch einem Renner? Prosecco ist ein leichter, fruchtiger, perlender Wein, überwiegend mit einem feinem Birnen- oder Apfelaroma. Gepresst wird er aus den Prosecco-Trauben und in großen Drucktanks versektet. Für die Massenproduktion sind die großen Kellereien zuständig. Doch es gibt doch einige private Winzer, die ausschließlich ihre eigenen Trauben zur Prosecco-Herstellung verwenden. Die Besonderheit daran ist, dass man auf Flaschengärung verzichtet und den Gärungsprozess in Edelstahltanks vollzieht.
Die Rebsorte ist seit 200 Jahren in der Provinz Venetien, in der Hügelzone nördlich von Treviso, zu Hause. Durch die große Nachfrage nach Prosecco hat man dessen Trauben auch in anderen Gebieten angebaut, die jedoch bei weitem nicht die Qualität aus Treviso erreichen - und dies hat auch seine Gründe. Wie bei allen Trauben, kommt es auch bei der Prosecco-Traube auf den Boden und auf das Klima an. Das liebliche Aroma, die feine Säure und die perfekte Frucht für einen perfekten Prosecco garantieren die Anbaugebiete Venetiens. Am berühmtesten sind die Städte Valdobbiadene und Conegliano, die eigentlich schon einen alpinen Charakter haben. Sie haben dem Prosecco ihren Wohlstand zu verdanken.
Eine weitere Besonderheit dieser Traube ist, dass sie in ihrem Urzustand überhaupt nicht Besonderes ist. Erst nach der Versektung entfaltet sie ihr ganzes Aroma. Man sollte beim Prosecco-Kauf immer darauf achten, dass die hochpreisigen Flaschen in der Tat auch immer die qualitativ am besten sind. Die Unterschiede sind enorm.
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