Zinfandel gehört in die Rubrik der kräftigen, schweren, vollmundigen und würzigen Rotweine - im Englischen häufig auch als "full-bodied reds" bezeichnet.
Zinfandel, kurz häufiger auch als "Zin" bezeichnet, kann eine wohltuende Abwechselung zu den Massen von Cabernet Sauvignon sein. Er ist eine besonders häufig in Kalifornien produzierte Sorte und wird sehr häufig in Eiche ausgebaut, wie es für kalifornische Weine überhaupt in den letzten zehn Jahren überdurchschnittlich häufig der Fall geworden ist (siehe die vielen in Eiche gereiften Chardonnays aus Kalifornien, die Sie in jedem Supermarkt finden).
Wer kräftige Weine wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Shiraz (Syrah), Rioja bzw. Tempranillo und Garnacha/Grenache mag, kommt mit dem Zinfandel häufig voll auf seinen Geschmack.
Weine aus der Zinfandel-Traube können wunderbar fruchtige, reife Tropfen geben, die fast immer einen ordentlichen Alkohol-Gehalt aufweisen - 13% bis 14% sind absolut typisch. Klassische Vertreter des kalifornischen Zinfandelns liefert Ernest & Julio Gallo. Gallo-Weine sind in fast jedem halbwegs vernünftig sortierten Supermarkt in Deutschland erhältlich und liefern vernünftige und verlässliche Weine zu einem sehr guten Preis-/Leistungs-Verhältnis.
Susy Atkins empfiehlt in Ihrem Handbuch "International Wine Guide - Shortcuts to Success" zudem als "best producers" die Marken Ridge, Pedroncelli, Seghesio und Frog's Leap.
Beachten Sie, dass es inzwischen als fast gesichert gilt, dass die Zinfandel-Traube identisch mit der italienischen Primitivo-Rebe ist und wahrscheinlich von italienischen Auswanderern nach Amerika gebracht wurde. Wer also den beliebten Zinfandel-Geschmack etwas günstiger haben möchte, kann zusätzlich nach Primitivo-Weinen Ausschau halten - diese müssen alles andere als "primitiv" sein, wie der Name im Deutschen suggerieren mag. Denn genau das ist der Zinfandel überhaupt nicht - und gewinnt deshalb von Jahr zu Jahr viele neue Liebhaber.
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