Bereits im ersten Jahrhundert nach Christius wurde der Trebbiano von Plinius dem Älteren namentlich erwähnt. Wo die Rebsorte des sogenannten „vinum trebulanum“ ursprünglich herstammt ist bis heute nicht genau bekannt. Anhand des Namens wird jedoch vermutet, dass die Sorte ursprünglich aus dem italienischen Trebulanis in Kampanien stammt, einer Gegend an der Westküste Italiens unweit der Stadt Neapel. Noch heute ist die weiße Rebsorte eine der ältesten und am häufigsten angebauten Rebsorten ganz Italiens und Frankreichs.
Zwei der reinsortig aus der Trebbiano Traube erzeugten Weine sind der Trebbiano di Romagna und der Trebbiano d'Abruzzo. Der Trebbiano d'Abruzzo ist ein trockener Weißwein, der auf den Hochplateaus und Hanglagen der Abruzzen angebaut wird. Der hier gekelterte Wein ist sehr hochwertig und langlebig. Eine Flasche dessolchen kann bis zu 30 Euro kosten. Sein Erkennungsmerkmal sind die goldgelbe Farbe und sein reiches Bouquet, das er bei einer optimalen Trinktemperatur zwischen 8° und 10°C entfaltet.
Der Trebbiano di Romagna wird in der Region Emilia-Romagna angebaut, einem großflächigen Anbaugebiet, das die Gemeinden Bologna, Forlì-Cesena, Ravenna und Rimini umfasst. Neben dem hier hergestellten, trockenen Weißwein werden die Trauben auch zu Prosecco oder trockenem, halbtrockenem und lieblichem Sekt verarbeitet.
Da der Trebbiano eine so hochwertige Sorte ist, wird er bei zahlreichen Weinen zudem als Verschnittwein eingesetzt. In Frankreich wird der Trebbiano, der dort auch unter dem Namen "Ugni blanc" bekannt ist zudem zur Herstellung von Weinbrand verwendet. Auch in der Region um die italienische Stadt Modena herum liebt man den Trebbiano. Traditionell wird die Traube hier jedoch zum allseits bekannten und beliebten "Aceto Balsamico Tradizionale di Modena" verarbeitet.
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