Der Merlot ist eine hochwertige und international angebaute Rebsorte und gehört zu den meist angebauten Rotweinsorten weltweit. Die Traube mit französischen Ursprung wird vor allem in Frankreich, Italien, Argentinien, Chile, USA, Australien, Südafrika und seit 1997 auch in Deutschland angebaut. Merlot bevorzugt lehmige und sandige Böden und spielt mit geschätzten 200.000 Hektar bestockter Fläche weltweit eine wichtige Rolle in den Weinbaugebieten.
Der Merlot ist zumeist früh reif, ertragsreich und bringt fruchtige und tanninarme Weine hervor. Der relativ dunkle, rubinrote Wein erinnert im Geschmack an Pflaumen. In der Jugend ähnelt sein Aroma dem der Cabernet-Weine, wobei statt der herben Note eher süße, malzige Töne dominieren. Er weißt weniger Tannin und eine niedrigere Säure als Cabernet-Sauvignon-Weine auf, hat aber einen höheren Alkoholgehalt.
Der Merlot ist weich und geschmeidig, was ihn für viele Weinfreunde zugänglich macht. In der Regel gewinnt ein Merlot in der Alterung und wird weicher. Dabei ist es aber möglich, dass Fruchtaromen verfliegen und Kräuteraromen in den Vordergrund drängen.
Der Merlot wird teilweise rebsortenrein gekeltert, zum größten Teil aber zum Verschnitt mit herben Rebsorten verwendet. Die reinen Merlot-Weine sind in ihrer Lagerung zeitlich sehr beschränkt und ist deshalb eher selten anzutreffen. Am besten eignet sich der Merlot jedoch zum Harmonisieren und Verfeinern anderer Sorten, vor allem von Cabernet Sauvignon. Fast alle Bordeaux-Weine haben einen Anteil Merlot in der Cuvée. Eine der wenigen Ausnahmen bilden die teuersten Bordeaux-Weine, die als reine, höchstklassige Merlots erzeugt werden, wie z.B. der Château Petrus.
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