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CORVINA

Rebsorte Corvina

Corvina oder Cruina ist eine rote Rebsorte aus dem Nordosten Italiens, aus der ein fruchtiger, leichter Rotwein gewonnen wird, der sich durch ein zartes Mandelbouquet auszeichnet. Die Rebsorte enthält wenig von dem Bitterstoff Tannin und wenig Farbstoffe, dafür ist sie aber besonders aromareich und zeichnet sich aus durch ihre spezielle Säure. Angebaut wird die Corvina-Rebe überwiegend in Venetien und der Lombardei, sie dient als Bestandteil verschiedener DOC-Rotweine.

Die Venezianer verarbeiten sie als dominierende Basissorte in ihre Rotweinsorten Valpolicella, Recioto, Amarone und Bardolino, Sortenrein ist sie kaum erfolgreich, man mischt sie gerne mit der ertragreicheren gleichartigen Corvinone, die aber qualitativ weniger hochwertig ist.

Man nennt die Corvina auch Corvina Veronese, weil sie aus der Talebene von Verona stammt, Corvina Gentile, Corvinone oder Corvina Nera.
Mittlerweile gibt es bereits über 200 verschiedene Clone der Corvina-Rebe, ihre Trauben eignen sich vor allem für die Trocknung im Recioto-Verfahren, bei dem die Trauben bis zu einem halben Jahr in großen, luftigen Hallen über Gestellen zum Trocknen aufgehängt werden, was "Appassimento" genannt wird, oder man trocknet sie auf Strohmatten. Beim Trocknen entwickelt sich häufig eine erwünschte Edelfäule, die die Beerenhaut perforiert und sie wasserdurchlässiger macht. Das Wasser verdunstet, während die Konzentration von Geschmacks- und Aromastoffen und Zucker steigt, und es zu einer erheblichen Qualitätssteigerung des Weines kommt.

Recioto ist die Bezeichnung in Verona, speziell in der Region von Venetien für einen sehr süßen Wein, der aus rosinierten Trauben gewonnen wird. Angeblich geht dieser Begriff auf den antiken Wein der Römer, genannt "Raeticum" zurück, gemeint sind im Dialekt die "recie", die besonders reifen, sehr süßen Trauben, die man als "Öhrchen" bezeichnet, weil sie an der Rebe außen liegen, und dadurch am meisten den warmen Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Damals wurden sie von Hand einzeln ausgelesen.

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