Zu Unrecht wird Österreich im Zusammenhang mit hervorragenden Weinen nur von Kennern erwähnt. Dabei ist die österreichische Weinbautradition schon mehrere 1000 Jahre alt. Inzwischen wird auf etwa 51.000 Hektar, überwiegend in den östlichen und südöstlichen Landesteilen, Weinbau intensiv betrieben. Hauptsächlich werden Weißweine an- und ausgebaut, man schätzt, dass es über 70 Prozent sind. Der Rotweinanteil ist jedoch auf dem Vormarsch, dank der kleinen Weingüter, die sich speziell dem Rotwein widmen.
Man unterteilt Österreich in vier Weinbauregionen: Niederösterreich und dem Burgenland mit zwölf Weinbaugebieten, den drei Weinbaugebieten der Steiermark, und auch Wien ist eine eigene Weinbauregion mit etwa 700 Hektar Rebfläche. Unter dem Begriff "Bergland Österreich" versteht man die übrigen Bundesländer, in denen sich kleinere Rebflächen befinden. Etwa 20.000 kleinere Betriebe kämpfen mit Qualität und Tradition um ihre Marktanteile.
Um die zwei Drittel der Weine sind Qualitätsweine – und einige zählen in Fachkreisen zu den besten der Welt. Die amtliche Klassifizierung umfasst lediglich ca. 30 Sorten für die Genehmigung zur Herstellung von Qualitäts- und Prädikatsweinen. Der für die Vermarktung bedeutendste Wein in Österreich ist mit Abstand der Grüne Veltliner (das österreichische Aushängeschild eines hervorragenden Weins), der auf fast 40 Prozent der Weinbaufläche angebaut wird.
Ein absoluter Renner in Kreisen österreichischer Weinfreunde ist seit einigen Jahren die auch in anderen Ländern beliebte Weinsorte Cabernet Sauvignon. Anbauversuche einiger Winzer verliefen durchaus positiv, und sind im ganz oberen Qualitätsniveau einzustufen.
Zu wahren Geheimtipps mit eingeschränkten Mengen zählen unter anderen der Welschriesling, der Blaufränkische und der Bruder vom Grünen Veltliner, der Roter Veltliner, der momentan nur sehr eingeschränkt angebaut wird.
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