Charakteristisch für Neuseeland ist ein mildes Klima und ein sich rasch entwickelnder Weinbau. Die Klimaverhältnisse in Neuseeland bezogen auf Weinanbau kommen denen in Deutschland nahe. Nachdem die winterliche Frostgefahr dort entfällt, wurden anfangs die deutschen Rebsorten, allen voran Müller-Thurgau, angebaut, weiter Riesling und Gewürztraminer, die im Geschmack elegant und delikat ausfallen.
Den französischen Rebsorten Sauvignon Blanc und Chardonnay ist es zu verdanken, dass die übrige Welt auf die Weine aus Neuseeland aufmerksam wurden. Zentrum der Weinerzeugung ist der Norden der Insel, besonders Auckland, welches aber wärmer und feuchter ist als Gisborne und Hawke's Bay weiter südlich. Dort, an der mittleren Ostküste der Nordinsel gibt es die interessanten Weine.
Böden und Klima der Hawke's Bay lassen hier auch sehr gute Cabernet-Rotweine entstehen. Der Wein von Marlborough, im Norden der Südinsel gelegen, hat gewaltig an Weinbaufläche zugenommen und gilt mittlerweile als die größte Weinbauregion Neuseelands. Einzigartig dort ist auch, dass der Wein in riesigen Tanks gelagert wird. Vor allem der Riesling und Chardonnay entwickeln sich dort außergewöhnlich gut und die Rotweine zeigen sich oft von ihrer grasigen Seite.
Die Suche nach weinbaugeeigneten Standorten geht ständig weiter. In einem kleinen Gebiet, welches sich Nelson nennt, und sich nordwestlich von Marlborough befindet, findet man anständige Rieslinge, Chardonnays und Gewürztraminer. Der Süden der Nordinsel bringt sortenreine Burgunderweine, wie den Pinot Noir zum Vorschein.
Der Weinkenner darf gespannt sein, was sich an weiteren Überraschungen bezüglich des Weinbau in Neuseeland tut.
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