Die Ursprünge des italienischen Weines reichen über 1000 Jahre vor Christus zurück, damit ist Italien ein echtes Traditionsgebiet des Weinbaus. Es waren jedoch die Griechen, die den Wein nach Italien brachten, und zwar zuerst nach Sizilien.
Noch bis Mitte der 1950er Jahre wurden in ganz Italien nur Tafelweine produziert, und zwar in unglaublichen Mengen. Doch dann begann die Kehrtwende zu absoluten Qualitätsweinen, die heute Weltruf genießen. Vor allem die Weinlagen der Toskana und im Piemont verhalfen dem italienische Wein zur Anerkennung. Eine neue Generation von Winzern verschrieb sich dem anspruchsvollen An- und Ausbau, doch auch die Genossenschaften bieten heute hervorragende Weine an.
Italien ist in 20 Verwaltungsgebiete unterteilt, und jedes Gebiet hat seinen eigenen Wein. Etwa 400 Sorten dürfen sich als DOC-Qualitätswein bezeichnen. Die berühmtesten Rebsorten sind Barbera, Malvasia, Montepulciano, Nebbiolo und Trebbiano, ergänzt durch Chardonnay, Merlot und andere mehr.
Die Qualitätseinstufungen helfen schnell, den passenden Wein zu finden: VdT - Vino da tavola, die niedrigste Qualitätsstufe, ein Tafelwein. IGT - Indicazione Geografica Tipica: die nächsthöhere Qualitätsstufe, ein Landwein. DOC - Denominazione di Origine Controllata: absolute Qualitätsweine aus festgelegten Rebsorten und Anbaugebieten. DOCG = Denominazione di Origine Controllata e Garantita: absolute Spitzenweine der italienischen "Ehrenklasse", sind auch die teuersten Weine.
Die DOC- und DOCG-Weine unterliegen den strengsten Vorschriften. Sie müssen folgende Voraussetzungen erfüllen: ausgewählte Rebsorten, eine bestimmte Flaschenform, Mindestreifezeiten in Fässern und Flasche, Mindest-Alkoholgehalt, Mindest-Säuregehalt, Farbe und ein ausgeprägtes Bouquet. Diese Weine unterliegen einer ständigen, strengen Kontrolle.
Seit einigen Jahren gewinnt auch der ökologische Weinanbau immer mehr an Bedeutung. Er hat zwischenzeitlich in allen Weinregionen Einzug gehalten.
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