Im ältesten Weinanbauland Europas - nämlich in Griechenland - wachsen die Reben oft bunt gemischt zusammen mit Olivenbäumen und Tomaten. Dort gilt Wein als ein Stück griechischer Lebensart. Derzeit gibt es rund 30 Qualitätsweinbau-Zonen, deren Weine auch international zunehmend Beachtung finden. Folgende Qualitäten werden unterschieden:
Der Tischwein (Epitrapesios Oinos), der Landwein (Topikos Oinos), der Qualitäts-Likörwein (O.P.E., der durch eine blaue Banderole gekennzeichnet ist), sowie der Qualitätswein (O.P.A.P., der mit roter Banderole versehen wurde). Länger gelagerte Spitzenprodukte werden mit "Kava" bezeichnet.
Vielen bekannt ist der Retsina, ein mit Pinienharz versetzter Wein, der gewöhnungsbedürftig herb aber erfrischend mundet und hervorragend zu sämtlichen griechischen Spezialitäten harmoniert. Die Agiogitiko-Traube gilt als eine der feinsten ursprünglichen Rebsorte Griechenlands. Aus Makedonien kommen sehr gute Rotweine, vorwiegend aus der alten Rebsorte Xinomavro. Ein süsser und alkoholreicher Rotwein ist der Mavrodaphne, ähnlich dem Portwein.
Auf der Insel Samos wird aus den weißen Muskateller-Trauben der goldgelbe und aus den schwarzen Fukiano-Trauben der dunkle sehr süße Samoswein gewonnen. Der Alkoholgehalt beträgt zwischen 16-18 %. Weiter gibt es Weißweine aus Patras aus der Rebsorte Roditis von der Vulkaninsel Santorini, der Insel Rhodos, von Zakynthos, Mykonos und viele andere, mit denen eine weitere Beschäftigung sich lohnt. Kreta allerdings produziert den meisten Wein, worunter unter den hellen Trauben leichte, fruchtige Weissweine gekeltert werden und aus den blauen Trauben schwere gehaltvolle Rotweine.
Nicht umsonst darf Wein somit in keiner Taverne und keinem Straßenrestaurant fehlen.
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