Bereits vor 5000 Jahren bauten thrakirische Stämme auf dem Gebiet Bulgariens Wein an. Römer und Mönche setzten in der Folgezeit diese Tradition fort. Heute zählt Bulgarien neben Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland zu den größten Weinproduzenten der Welt. Bulgariens Weine haben ihren kleinen Siegeszug um die Erde erfolgreich angetreten, 90% der Produktion werden in über 70 Länder exportiert.
In der leicht hügligen Donauebene mit den Teilregionen Pleven und Vidin wird die heimische Rebe Gamza angebaut, ein trockener Rotwein, der nicht lange gelagert werden sollte. Cabernet Sauvignon ist die am häufigsten kultivierte Rebe Bulgariens. Der Wein besticht durch seine dunkelrote Farbe, ein intensives Fruchtaroma und ein Bukett aus reifen Beeren, Schwarzen Johannisbeeren und zum Teil gar Rosinen.
In der Schwarzmeerregion gedeihen vollmundige, fruchtige Weißweine wie Traminer und Sauvignons. Mit der Unterstützung australischer Winzer erlangten auch der Riesling und Chardonnay international starke Beachtung.
Das Strumatal im Südwesten Bulgariens bringt um die Region Melnik trockene, aromatische Rotweine wie Shiroka Melniska Losa hervor. Sie sind bereits jung sehr gut trinkbar, aber durchaus auch lagerfähig.
Das sonnige Trakiatal im Süden des Landes besitzt den größten Anteil an Weinbaugebieten. Hier gedeihen Cabernet Sauvignon und Merlot, aber auch Neuheiten wie Pinot Noir Sant`Ilia, ein burgunderähnlicher Wein mit einer feinen Holznote oder die bekannteste bulgarische Traube Mavrud, eine ertragsreiche, spätreifende Frucht, erdig und dunkel mit einer Brombeernote und einem Hauch von Schokolade und Kakao. Dieser Wein ist bis 20 Jahre lagerfähig und entwickelt sich optimal in Kontakt mit Eichenholz.
Weitere einheimische Rebsorten sind Kadarka, Pamid, Pimiat oder die häufigste Traube weiße Rkabiteli. Bedeutende Weinproduzenten Bulgariens sind Boyar, Damianika, Pleven und Stara Zagora.
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