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BEERENAUSLESE

Beerenauslese - Qualitätsbezeichnung für Weine

Eine Beerenauslese besteht aus edelfaulen, ausgelesenen, überreifen und vollreifen Beeren. Sie ist die zweithöchste Stufe bei Qualitätsweinen, die über ein Prädikat verfügen. Beerenauslese-Weine sind natursüß, traditionell werden sie ziemlich aufwendig einzeln mit einer Schere aus der ganzen Traube herausgeschnitten. Französische Beerenausleseweine tragen die Bezeichnung "vin liquoreux".

Der richtige Zeitpunkt für die Beerenauslese ist bei feuchtem, warmen Wetter im Herbst, dann haben die Trauben ihre richtige Süße erreicht, und weisen die markante, goldgelbe Färbung auf, die Rückschlüsse darauf zulässt, dass das erstrebte Aroma der Edelfäule vorhanden ist.

Als fertiger Wein ist ein Wein mit dem Prädikat Beerenauslese süß im Geschmack mit dem leichten, angenehmen Beigeschmack der Edelfäule. Seine Farbe ist ist kräftig goldgelb. Ist die Qualität der Beerenauslese gut, dann lässt sie sich über mehrere Jahrzehnte einlagern ohne ihre Haltbarkeit dabei einzubüßen.

Die gesetzlichen Mindestanforderungen, die für einen Wein im edelfaulen, überreifen Stadium zur Lesung als Beerenauslese gestellt werden sind von Land zu Land unterschiedlich. Sie werden in Grad Öchsle gemessen, was die Maßeinheit des Mostgewichts vom Wein angibt, und damit den Anteil an gelösten Stoffen im Traubenmost. Die Messtechnik basiert auf der Mostdichte, man ermittelt das Mostgewicht mit einer geeichten Mostwaage.

Je höher der Zuckergehalt im Most ausfällt, desto reifer waren die geernteten Trauben. In Deutschland liegt diese Mindestanforderung an Öchsle bei 125°. Eine Ausnahme bietet hier das badische Weinanbaugebiet (siehe Baden) mit einem Rebbezogenen Mindestöchslewert zwischen 127°-128°. Bei unseren österreichnischen Nachbarn und dem Wein aus Österreich liegen die Anforderungen bei mindestens 127° Öchsle; hier misst man eher mit den Zuckerwerten der so genannten Klosterneuburger Mostwaage (KMW), und verlangt nach dieser Messung einen Mindestwert von 25° KMW.

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